So klappt es mit dem Durchschlafen

Durchschlafen
13. Mai 2022

Durchschlafen stellt so etwas wie die Königsdisziplin gesunden Schlafs dar. Wenn wir die Nacht friedlich durchschlummern, fühlen wir uns am nächsten Morgen grossartig. Das Gegenteil ist der Fall, wenn wir immer wieder aus dem Schlaf aufschrecken und die Nacht grösstenteils im Wachzustand verbringen: Wir fühlen uns schlapp, müde und energielos. Lass dich von unseren Tipps für eine erholsame Nachtruhe inspirieren, damit du besser durchschlafen kannst – und wieder mehr Energie hast, um dein Leben in vollen Zügen zu geniessen.

Ist es normal, nicht durchschlafen zu können?

endlich durchschlafenKennst du das Gefühl, nicht durchschlafen zu können und die Nacht mit offenen Augen zu verbringen? Wenn du mit kreisenden Gedanken lange wach liegst, wird Schlaf zur nervenaufreibenden Geduldsprobe. Am nächsten Morgen sieht die Welt dann meist nicht viel besser aus, denn wer nicht ausreichend Schlaf bekommen hat, kann sich meist nur schwer konzentrieren und ist schneller gereizt oder schlecht gelaunt. Ist es dann endlich Zeit zum Zubettgehen, wiederholt sich der Kreislauf und es will mit dem Durchschlafen auch dieses Mal nicht klappen. Du beginnst dir Sorgen zu machen, denn erholsamer Schlaf ist essenziell für die Gesundheit. Warum schreckst du dann immer wieder aus dem Schlaf hoch?

Zunächst einmal ist es beruhigend zu wissen, dass kein Mensch nachts schläft wie der sprichwörtliche Stein. Stattdessen gleiten wir nachts viele Male in den leichten Schlaf und wachen für kurze Zeit auf. Nach wenigen Sekunden sind wir aber normalerweise wieder eingeschlafen, sodass wir uns an die kurzen Wachphasen am nächsten Tag nicht bewusst erinnern können. Ohne es zu wissen, bist du also bereits ein Profi, was das Wiedereinschlafen angeht. Diese Fähigkeit war wahrscheinlich evolutionär von Bedeutung: Durch nächtliches Aufwachen konnten wir uns vergewissern, dass wir keiner Bedrohung ausgesetzt sind und es an unserem Schlafplatz warm und sicher haben. Wenn eine Wachphase allerdings längere Zeit andauert, wirst du dir bewusst, dass du aufgewacht bist – und sprichst am nächsten Morgen davon, nicht durchschlafen zu können.

Warum klappt es mit dem Durchschlafen nicht?

Wenn du nicht durchschlafen kannst, können dahinter verschiedene Ursachen stecken: Eine ungünstige Schlafroutine, die Einnahme von Medikamenten, Alkoholkonsum, körperliche Ursachen, wie etwa Störungen der Atmung oder eine Erkrankung der Schilddrüse, sowie Angststörungen oder Depressionen. Daher ist es wichtig, gut in dich hineinzuhören und mögliche Faktoren zu identifizieren, die einer erholsamen Nachtruhe für dich persönlich im Wege stehen. Wenn du eine körperliche oder psychische Erkrankung ausschliessen kannst, liegt es wahrscheinlich daran, dass du nachts nicht richtig zur Ruhe kommen kannst.

nachts aufwachen
 
In unserer Leistungsgesellschaft bekommen viele von uns tagsüber keine Erholung ab. Wir stehen immer unter Spannung und nehmen dieses Gefühl abends nach Hause mit. Wenn Körper und Seele gestresst sind, rückt das Durchschlafen in weite Ferne. Stress und erholsamer Schlaf gehen einfach nicht zusammen. Was kannst du dafür tun, um nachts nicht ständig aufwachen zu müssen?

Tipps für besseres Durchschlafen

Keine Sorge, du musst deine Durchschlafprobleme nicht einfach so hinnehmen. Es gibt verschiedene Tipps, die dir dabei helfen können, dich nachts besser zu entspannen und ruhigere Nächte zu erleben. Probiere verschiedene Tipps aus, um für dich die besten Rituale und Routinen zu finden.

1. Finde deinen Schlafrhythmus

Hast du schon einmal von unterschiedlichen Schlaftypen gehört? Lerchen werden abends früh müde und stehen morgens mit der Sonne auf, während Eulen die Nacht gerne zum Tag machen und morgens nur schwer aus den Federn kommen. Findest du deinen Schlafrhythmus und deine bevorzugte Schlafdauer heraus, kannst du dann schlafen gehen, wenn dein Körper tatsächlich müde ist, was wiederum das Durchschlafen fördert.

2. Bereite deinen Körper auf den Schlaf vor

Hast du regelmässige Aufsteh- und Zubettgehzeiten? Unser Körper liebt eine feste Schlafroutine, da er sich so auf die Nachtruhe vorbereiten kann. Plane daher, jeden Abend möglichst zur selben Zeit ins Bett zu gehen – auch am Wochenende – und gönne dir eine kleine Entspannungsphase vor dem Schlafen, damit dein Körper zur Ruhe kommen kann.

3. Meide Faktoren, die unruhigen Schlaf fördern

Wer durchschlafen will, sollte um Alkohol und Koffein am Abend einen grossen Bogen machen. Beide fördern oberflächlichen, unruhigen Schlaf und wirken einer erholsamen Nachtruhe entgegen. Auch ein spätes Abendessen lässt dich nachts nur schwer Ruhe finden. Wenn dein Körper deinen Stoffwechsel hochfahren muss, um in der Nacht schwere Speisen zu verdauen, kannst du nachts öfters aus dem Schlaf schrecken.

4. Trinke vor dem Schlafengehen weniger

Hand aufs Herz: Wie oft ist es dir passiert, dass du dein kuscheliges Bett nachts für einen Toilettengang verlassen musstest und hinterher nicht wieder einschlafen konntest? Wenn du zu kurz vor dem Zubettgehen noch reichlich trinkst, hält deine Blase nicht bis zum nächsten Morgen durch. Du solltest deinen Schlummertrunk daher möglichst zwei Stunden vor dem Schlafengehen einnehmen, wenn du durchschlafen willst.

5. Achte auf eine entspannende Schafumgebungentspannt durchschlafen

Ist die Schlaftemperatur für dich angenehm oder musst du dein Schlafzimmer durch Lüften herunterkühlen? Gibt es elektrische Geräte, deren helles Licht dich ablenkt? Oder driften deine Gedanken immer wieder zum Klamottenhaufen auf dem Sessel ab, den du eigentlich aufräumen wolltest? Eine entspannende und ruhige Schafumgebung ist wichtig, damit neben deinem Körper auch dein Geist zur Ruhe kommen kann. Nimm dir daher abends ein paar Minuten Zeit, für eine aufgeräumte Umgebung zu sorgen.

6. Akzeptanz statt Druck

Druck erzeugt bekanntlich Gegendruck. Wenn du immer wieder auf die Uhr starrst und dich innerlich darüber aufregst, dass du schon wieder nachts aufgewacht bist, stehst du dir selbst im Weg. Eine verkrampfte Haltung verschlimmert deine Probleme mit dem Durchschlafen nur – besser ist es, deine Situation anzunehmen und dich nicht zusätzlich mit dem ständigen Blick auf den Wecker zu quälen.

7. Hebe deinen Schlafkomfort

Dein Bett sollte ein Ort der Tiefenentspannung sein, den du ausschliesslich zur Erholung nutzt. Daher ist es wichtig, dein Bett an deine Schlafbedürfnisse anzupassen. Wenn du deine Nächte auf einer durchgelegenen Matratze verbringst, ist es nicht überraschend, dass die auftretenden Rückenschmerzen oder Verspannungen dich nachts aus dem Schlaf reissen. Gönne dir mit einer hochwertigen Matratze und einem passenden Lattenrost den Schlafluxus, den du verdienst. Du wirst sehen: In einer optimalen Liegeposition fühlst du dich rundum wohl und entspannt – oft geht das Durchschlafen dann ganz automatisch.

Wir hoffen, einige dieser Tipps werden dir in Zukunft beim Durchschlafen helfen, damit du erholt in den Tag starten kannst!

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Kategorien: Gute Nacht